
Im Wesentlichen werden zwei Arten der Erektionsstörungen unterschieden.
Die von Anfang an immer mal wieder auftretende primäre Erektionsstörung ist regelmäßig auf kurzzeitige Umstände zurückzuführen, die die männlichen Empfindungen derart stark belasten, dass dies Auswirkungen auf die Erektionsfähigkeit hat. Sie ist also psychisch bedingt und meistens nicht von langer Dauer.
Die sekundäre Erektionsstörung tritt unabhägig von der psychischen Situation der Mannes spontan und situativ auf. Die Gründe sind in diesem Fall oft organischen Ursprungs und werden vermehrt durch Diabetes mellitus, Hyperlipedämie, Hypertonie und Nikotinzufuhr hervorgerufen.
Zu etwa 60-70 % wird die situative Erektionsstörung durch mangelnde Blutzufuhr in den Penis hervorgerufen. Ursachen können Arteriosklerose oder diabetische Mikroangiopathie sein.
Durch mangelnde oder fehlende Abdichtung der Penisschwellkörper wird die für eine anhaltend harte Erektion notwendige Menge an Blut nicht im Penis gehalten. Dieser unerwünschte Blutabfluß ist unkontrolliert und verursacht in ca. 20-30 % der Fälle eine anhaltende Erektionsunfähigkeit. Myozytendegeneration ist eine der möglichen Ursachen.
Diese Art der Erectio deficiens ist oft eine Folge von Multipler Sklerose, diabetischer Polyneuropathie oder Verletzungen der kavernösen Nerven im kleinen Becken und macht etwa ein Zentel der Fälle sekundärer Erektionsprobleme aus.
Testosteronmangel oder Prolaktinüberhöhung und nicht selten Kombinationen daraus bewirken zu ca. 1-5 % Erectio deficiens.
Die einfache Lösung für diese Art der potenziellen Probleme lautet: beseitigen Sie die Risikofaktoren.
Das klingt so einfach wie es in der Praxis ist. Wenn die Erektionshemmnisse psychosomatischer Natur sind, empfehlen wir eine Psychotherapie. Lassen Sie sich die Blockaden wegnehmen. Stellen Sie allerdings zuvor sicher, dass die erektionslimitierenden Faktoren nicht organischer Natur sind.
Physiologische Ursachen können erfolgreich durch entsprechende arzeimittellose Therapien behandelt werden. Ursachenabhängig empfehelen wir die Schwellkörper-Injektionstherapie,chirurgische Revaskularisation, Penisvenenligatur, Vakuumpumpe oder Penisprothesen.
Medikamentöse Therapien erfolgen beispielsweise durch die Zufuhr von Testosteron, Yohimbin oder Sildenafil.